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Inklusion


Was ist Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch überall dazu gehört. Alle Menschen können in gleicher Weise überall mitmachen, egal wie sie aussehen, ob sie eine Behinderung haben oder verschiedene Sprachen sprechen.
Das heißt auch, dass Barrierefreiheit und Integration Bestandteil einer inklusiven Stadt sind, aber Inklusion darüber hinausgeht. Inklusion heißt, dass alle Menschen akzeptiert werden, so wie sie sind und niemand von gesellschaftlicher Teilhabe ausgegrenzt wird. Die Vielfältigkeit und Verschiedenheit der Menschen gehen in der Inklusion auf, sie sollen aber nicht begrenzt werden.
Inklusion und Teilhabe werden in Falkensee als eine übergreifende Aufgabe verstanden. Dieses Selbstverständnis ist auch im Leitbild der Stadtverwaltung und im Inklusiver Teilhabeplan verankert. Inklusion ist nicht allein Thema von Menschen mit Behinderung, sondern betrifft alle Menschen, die in irgendeiner Form aus Bereichen des öffentlichen Lebens ausgegrenzt oder ausgeschlossen werden, ob in Kultur, Politik, Bildung, Arbeit, Wohnen oder Verkehr.

 

Inklusion

 

Inklusiver Teilhabeplan

Der Inklusive Teilhabeplan ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Falkensee. Auch wenn es in Falkensee seit vielen Jahren einen Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und den Offenen Treff zur Behindertenrechtskonvention gibt, sind damit nicht alle Probleme auf einen Schlag gelöst. Auf der Demokratiekonferenz im Jahr 2016 drehte sich alles um das Thema Inklusion. Hier wurden Projektideen und Handlungsempfehlungen erarbeitet, die der SVV übergeben wurden. Die Stadtverordneten beschlossen im Dezember 2016 die Erstellung eines Inklusiven Teilhabeplans.
Um die Erstellung des Inklusiven Teilhabeplans kümmerte sich das Büro für Vielfalt in enger Zusammenarbeit mit dem Falkenseer Beirat für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Dabei wurden in verschiedenen Formaten alle Bevölkerungsteile aktiv einbezogen und der Plan mehrfach diskutiert und ergänzt. Im November 2018 beschloss die SVV den so erarbeiteten Inklusiven Teilhabeplan.
Die im Plan festgelegten Maßnahmen werden regelmäßig auf ihre Umsetzung [Link: Bericht BKSS 01/2020] geprüft. Ein Runder Tisch Inklusion begleitet diesen Prozess. Gleichzeitig wird von den beteiligten Akteuren stetig geschaut, ob die Ziele und Maßnahmen weiterentwickelt oder auch ergänzt werden müssen.

 

 

Gute Beispiele für gelungene Inklusion in Falkensee

Auf dem Weg zu einem inklusiven Falkensee liegt noch eine beträchtliche Strecke vor uns, aber Stadt und Bürgerschaft können bereits auf einige Erfolge zurückblicken. An dieser Stelle sollen einige Beispiele für gelungene Inklusion in Falkensee hervorgehoben werden:

Übergabe queerer Medien durch die Landesgleichstellungsbeauftragte
Ampelkreuzung Karl-Marx-Straße Ecke Friedrich-Engels-Allee

 

 

  • Medienzusammenstellungen zu queeren, Gleichstellungs- und inklusiven Themen in der Stadtbibliothek (siehe Foto)/Angebot der Stadtbibliothek an Lehrkräfte/ErzieherInnen sich Medien entsprechend zum Thema zusammenstellen zu lassen

 

  • Aufstellen der Ampelanlage an der Kreuzung Karl-Marx-Straße/Friedrich-Engels-Allee/Waldheim („Kreuzung Kronprinz“) in 2019 als Maßnahme aus der Umsetzung des Inklusiven Teilhabeplans: An dieser unübersichtlichen Kreuzung treffen mehrere Straßen in der Spitze einer unbeleuchteten Kurve aufeinander. Durch die Ampelanlage (siehe Foto) wurde die dortige Verkehrssituation entschleunigt. Insbesondere Menschen mit Gehbehinderungen und Seheinschränkungen ist es nun möglich, eigenständig diese Kreuzung zu überqueren. Zahlreiche mündliche und schriftliche Rückmeldungen zeigen wie positiv dies angenommen wurde.

 

  • In der Erich-Kästner-Grundschule werden Kinder in der dritten Klasse in deutscher Gebärdensprache geschult.

 

  • In der B 84 findet ein Stammtisch zur Gebärdensprache statt.

 


Stadt Falkensee

Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte

Juliane Wutta-Lutzmann

Dienstort Rathaus

Falkenhagener Straße 43/49

14612 Falkensee

Telefon: 03322 281119

E-Mail: