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Falkensee bewegt sich: Bürgerwerkstatt zu neuen Wegen im Bereich der alten Stadthalle

Falkensee, den 14.07.2016

Rund 70 Bürgerinnen und Bürgern fanden sich bei der Bürgerwerkstatt am vergangenen Dienstag (12. Juli) im Foyer der Stadthalle ein, um über neue Wege im Bereich der alten Stadthalle miteinander zu diskutieren. Eingeladen hatte die Stadt Falkensee im Rahmen der Weiterentwicklung des Verkehrsentwicklungsplanes mit dem Unterthema „Bereichsuntersuchung“. Moderiert, vorbereitet und betreut wurde die Veranstaltung von der Bürgerbeteiligungsagentur Zebralog aus Berlin in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Büro für Städtebau und Stadtforschung Spath+Nagel, das diesen Bereich untersucht und mögliche Varianten entwickelt hat.

 

Britta Letz von Zebralog moderierte durch den Abend und erläuterte zunächst, worum es bei der Werkstatt geht und wie die Veranstaltung ablaufen wird. Thema der Werkstatt war die Frage, wie das Grundstück der alten Stadthalle besser an die verkehrliche Infrastruktur angebunden werden könnte. Das Grundstück soll neu bebaut und in Zukunft ein Ort der Begegnung, des Wohnens und Einkaufens werden. Bei diesem Vorhaben treffen viele Interessenslagen aufeinander: Anwohner und Anwohnerinnen, die Straßenlärm fürchten, mobilitätseingeschränkte Menschen, die mit dem Bus nah an das Musiksaalgebäude gelangen möchten, die Frage nach der Aufenthaltsqualität des Angers oder der insgesamten Zentrumsstärkung mit einer Verlängerung der Scharenbergstraße. Ziel der Werkstatt ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger deutlich zu machen und dabei nicht nur den Verkehr in den Vordergrund zu stellen, sondern das gesamte Areal mit seinen verschiedenen Nutzungen im Blick zu behalten. Gekommen waren denn auch Anwohner und Anwohnerinnen, Eigentümer, Eltern, Gewerbetreibende und Vertreter der Stadtpolitik und verschiedener Interessengruppen.

 

Thomas Zylla, Erster Beigeordneter und Baudezernent der Stadt Falkensee, erläuterte zunächst, dass die Bereichsuntersuchung ihren Anfang in der Stadtverordnetenversammlung genommen habe. So ist die Stadtverwaltung unter anderem beauftragt worden, den Bereich der Stadthalle mit dem Ziel der Anbindung der Scharenbergstraße an die Bahnhofstraße zu untersuchen. „Ihre Meinungen werden heute Abend gesammelt und fließen in die Abwägung mit ein“, so Zylla. “Beraten werden darüber die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses. Bürgerbeteiligung lebt von Ihrer Mitarbeit und so freue mich jetzt auf eine gute Arbeitsatmosphäre.“

 

Dipl.-Ingenieur Christian Spath, Stadtplaner, Architekt und Soziologe, stellte die fünf Varianten, die sich aus der Bereichsuntersuchung ergeben haben vor und erläuterte deren Vorzüge und Nachteile. „Es geht hier um viele Dinge, die funktionieren müssen“, so Spath.

 

Den Besuchern bot sich nach dem Vortrag 30 Minuten lang die Möglichkeit, die fünf Varianten im eigenen Tempo zu studieren. Vor der Stadthalle informierte Dipl.-Ingenieur Christian Spath über die örtlichen Gegebenheiten. Interessierte können den Vortrag mit den einzelnen Varianten unter www.falkensee-bewegt-sich.de abrufen.

 

Danach begannen die Gesprächsrunden an den Werkstatttischen, die jeweils von Zebralog-Mitarbeitern moderiert und von Fachkräften aus der Verwaltung und dem Büro Spath+Nagel begleitet wurden. Aufgabe war es, die Varianten zu bewerten, festzustellen, was möglicherweise zu Problemen führen könnte und was fehlte. Die Teilnehmer lobten im späteren Verlauf des Abends die lebhaften, aber sachlichen Diskussionen und die Professionalität von Zebralog. Die von den Teilnehmern ausgefüllten Fazitbögen werden nun durch das Büro Zebralog ausgewertet. Ab Herbst wird das Thema in den Beratungen der Stadtverordneten weiter diskutiert.

 

„Ich fühle mich erschöpft“, bilanzierte Thomas Zylla am Ende der Veranstaltung positiv. „Wir haben jetzt zwei Stunden und 45 Minuten lebhaft miteinander diskutiert. „Der Bereich, den wir untersuchen, ist wichtig. Ich hoffe, dass die Stadtverordneten sich auch von den heutigen Ergebnissen leiten lassen. Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme und ein großes Lob an Zebralog für die professionale Vorbereitung der Veranstaltung!“.

 

Die Bürgerwerkstatt fand als Schnittstellenthema im Rahmen der Weiterentwicklung des Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) statt. Im März 2015 haben die Stadtverordneten mit einem Beschluss zur Durchführung einer Bereichsuntersuchung mit Bürgerbeteiligung zum Thema Verkehr den Prozess in Gang gesetzt. Sie entscheiden am Ende auch über den neuen Verkehrsentwicklungsplan und welche Maßnahmen in welchem Zeitraum umgesetzt werden.

 

Die von der Bürgerbeteiligungsagentur Zebralog konzipierte Plattform www.falkensee-bewegt-sich.de informiert über die Planungen, den Prozess und die Öf­fentlichkeitsbeteiligung zum Verkehrsentwicklungsplan.

 

Fotoserien zu der Meldung


Bilder der Bürgerwerkstatt "Falkensee bewegt sich" vom 12. Juli in der Stadthalle (13.07.2016)