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Einweihung der neuen Gemeinschaftsunterkünfte für Asylsuchende in Falkensee

Falkensee, den 08.06.2015

Zur offiziellen Einweihung der neuen Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge stand das zweiteilige Gebäude in der Kremmener Straße 16 in Falkensee am Freitag, 5. Juni 2015, noch komplett leer. Schon bald aber, am 15. Juni, soll mit den ersten Asylbewerbern dort Leben einziehen.

 

Insgesamt bietet das Gebäude in 19 Wohneinheiten – eine für je drei bis vier Personen – 67 Menschen Platz. Für Familien sind die kleinen Wohnungen mit Küchenzeile und Duschbad besonders gut geeignet. Bei der Einweihung durften die Gäste u.a. aus der Kommunalpolitik, von der Falkenseer Willkommensinitiative und von der Stadtverordnetenversammlung einen ersten Blick in die lichtdurchfluteten Räume, das Gemeinschaftszimmer, die Waschküche und die Büros für die Heimleitung und einen Sozialarbeiter werfen.

 

Bauherr Landrat Dr. Burkhard Schröder nannte in seiner Eröffnungsrede die sich dramatisch zugespitzten Flüchtlingszahlen: „In diesem Jahr müssen im Landkreis Havelland 900 asylsuchende Menschen untergebracht werden – 300 mehr als zunächst angedacht“, sagte der Landrat. Er freue sich über die schnelle Umsetzung des Bauvorhabens, die von der ersten Planung bis zur Einweihung nur rund neun Monate dauerte. Bei einer Gebäudegröße von 1200 Quadratmetern und engen Kriterien, die das Haus erfüllen musste, sei dieser kurze Zeitraum eine große Leistung, lobte Burkhard Schröder.

 

Verantwortlich für die Planung des Hauses ist das Bauplanungsbüro von Architekt Uwe Leonhardt, der durch die Gemeinschaftsunterkünfte führte und die besonderen Herausforderungen erklärte. So lässt sich für eine spätere Verwendung das Haus leicht entkernen, auch die großzügig gestalteten Treppenhäuser des dreistöckigen Baus können mit einem Lift für Barrierefreiheit nachgerüstet werden.

 

Bürgermeister Heiko Müller zollte dem Bauplanungsbüro ebenfalls seinen Respekt und betonte, dass das Gebäude sich gut in die Umgebung der Kremmener und Bergstraße einfüge. „Die Menschen, die hierher kommen und Hilfe suchen, werden sich gut aufgehoben fühlen. Dies wird auch die Falkenseer Willkommensinitiative, die sich hier schnell nach einer anfänglichen Gegenwelle gegen das angekündigte Flüchtlingsheim bildete, unterstützen“, sagte das Stadtoberhaupt. Er erinnerte daran, welches Leid die Asylsuchenden hinter sich haben, die zum Beispiel vor dem Terror des „Islamischen Staats“ geflüchtet sind und durch Krieg und Gewalt ihre Heimat verloren haben. „Die Stadtverwaltung hat schon vor Baubeginn der Unterkunft einen Runden Tisch einberufen und auch Gegner des Heims mit herangeholt. Das hat die Stimmung insgesamt positiv beeinflusst“, stellte der Bürgermeister fest. In Falkensee würden mehr als 90 verschiedene Nationalitäten friedlich zusammenleben, was viele Chancen böte und keine Probleme mit sich bringe, betonte das Stadtoberhaupt die Vielfalt in der Stadt.

 

Wenn das Haus bezogen ist, plant die Willkommensinitiative „Willkommen in Falkensee“ einen Tag der offenen Tür, an dem sich die Asylsuchenden und Falkenseer näher kennen lernen können.

 

Fotoserien zu der Meldung


Einweihung Gemeinschaftsunterkunft Falkensee (08.06.2015)