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30. Brandenburgische Frauenwoche 2020


Frauenwoche


Die Brandenburgische Frauenwoche ist ein deutschlandweit einzigartiges Format, das engagierte Frauen jedes Jahr mit Leben füllen. Im Jubiläumsjahr 2020 wurde unter dem Motto "Zurück in die Zukunft" nicht nur zurückgeblickt sondern der Fokus auch auf die Zukunft gerichtet: Wie soll die Gesellschaft aussehen, in der wir leben wollen?

 

Die Kernzeit der 30. Brandenburgischen Frauenwoche war vom 4. bis 22. März 2020. Sie schloss den Weltgebetstag am 1. März sowie den Internationalen Frauenkampftag am 8. März mit ein. Die landesweite Auftaktveranstaltung fand am 4. März 2020 im Treffpunkt Freizeit in Potsdam statt.

 

Durch die Mitwirkung von engagierten Falkenseer Frauen, Vereinen und Einrichtungen wurde auch in der Gartenstadt wieder ein abwechslungsreiches Programm zur Frauenwoche auf die Beine gestellt. Alle Interessierten waren herzlich eingeladen an den Veranstaltungen und Aktionen teilzunehmen.

Markt engagierter und kreativer Frauen in Falkensee mit Flohmarkt "Frauensache(n)"

An 23 Tischen stellten sich Unternehmerinnen und ehrenamtlich tätige Frauen in den unterschiedlichen Bereichen auf dem Markt engagierter und kreativer Frauen vor. Der gut besuchte Markt wurde zum dritten Mal von den Frauen der Frauenbrücke Ost-West, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und dem Netzwerk Frauen in Falkensee organisiert. Mit dabei waren geflüchtete Frauen. Wer schon immer mal ein Henna Tattoo habe wollte, hatte nun die Möglichkeit, die gut genutzt wurde. Die Hobbykünstlerinnen machten mit ihren Tiffany und gehäkelten Angeboten den Markt bunt. Die Lokale Agenda 21 klärte auf, wie Frau selber Waschmittel herstellen kann. Mit den Angeboten der Villa Oxalis, des Buchladens Kapitel 8, der Europa Union, des Regenbogencafés oder des Beirats für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung wurde der Markt zu einem Platz der Vielfalt. Neu dabei war in diesem Jahr der Flohmarkt „Frauensache(n)“.

Ehrung einer engagierten Frau
Alle Einnahmen des Marktes engagierter und kreativer Frauen kamen dem Verein „Frauenhaus Pobiedna“ zugute. Den Verein gibt es seit 2006. Er unterstützt ein Haus in Polen, das zur Zuflucht für viele unter häuslicher Gewalt leidenden Frauen wird und wenig staatliche Unterstützung erhält. Anke Gutendorf hat den Verein einst gegründet und wurde für dieses langjährige Engagement ausgezeichnet.

Lesung krönender Abschluss
Die Stadtbibliothek hatte sich in diesem Jahr auch angeschlossen. Während sich die Kinder am Puppentheater „Der Froschkönig“ erfreuten, fieberten zum Abschluss des Marktes die Erwachsenen bei der Lesung „Mörderischer Nachmittag“ mit den meist weiblichen Protagonistinnen in den Kurzkrimis von Heidi Ramlow mit.

Lachen ist die beste Therapie

Unter dem Motto „Lachen ist die beste Therapie“ veranstaltete das Beratung- und Begegnungszentrum (BBZ) in diesem Jahr die Frauentagsrunde. Und gelacht wird dank Frau Kreisschuh alias Ingrid Ölschlägel, die in diesem Jahr auch als Punkerin auftrat, immer herzlich. Aber auch die Besucherinnen waren zum Mitmachen aufgerufen. In vier spontan gebildeten Chorgruppen sangen die Frauen um die Wette und wie hätte es anders sein können? Alle gewannen, hatten viel Spaß, denn: Lachen ist die beste Therapie.

"Wie wir wurden, was wir sind" - Frauengesprächsrunde

Zu einer Gesprächsrunde über den biographischen Werdegang hatte die Frauenbrücke Ost-West in der Frauenwoche geladen. Die Runde war klein, aber dafür umso intensiver. Sind Ost und West heute noch ein Thema? Und wenn warum? Das Thema Bildung kam zur Sprache, genauso wie Erziehungsmethoden. Ältere Frauen berichteten aus ihrer Schul- und Arbeitszeit. Die Jüngeren taten es ihnen nach. Immer wieder stießen die Diskutantinnen an den Punkt, dass es viele Vorurteile gibt und ehrliche Gespräche helfen, diese zu klären. Alle waren sich einig, dass es ein sehr bereichender Nachmittag war.

Unternehmerinnen- und Gründerinnenstammtisch: Netzwerk stellte sich vor

Zum ersten Stammtisch für Unternehmerinnen und Gründerinnen in diesem Jahr hatten Babett Ullrich von der Wirtschaftsförderung der Stadt Falkensee und Michaela Schwarz vom Regionalen Lotsendienst des Landkreises Havelland am 5. März ins Falkenseer Rathaus eingeladen. 20 Frauen folgten der Einladung und nutzen die Möglichkeit, sich rund um das Thema Unternehmertum auszutauschen, eigene Erfahrungen weiterzugeben und Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen.

 

Katrin Kästner und Ute Walkusch vom Unternehmerinnennetzwerk Brandenburg stellten das Netzwerk den Teilnehmenden vor und informierten u. a. auch über das vielfältige Veranstaltungsangebot. Dazu gehören neben organisierten Diskussionsforen und informellen Runden auch themenorientierte Treffen und die Hilfestellung rund um das Thema Unternehmertum. Das Netzwerk selbst umfasst zurzeit mehr als sechzig Unternehmerinnen und Netzwerkunterstützerinnen aus der Stadt Brandenburg an der Havel und den Regionen Havelland, Potsdam und Potsdam-Mittelmark. Mehr Informationen finden Interessierte unter http://www.unternehmerinnen-in-brandenburg.de.