Verkehrsfreigabe der Pestalozzistraße
Nach Abschluss umfangreicher Bauarbeiten ist die Pestalozzistraße am 16. Dezember 2025 offiziell für den Verkehr freigegeben. Ziel des Ausbaus war die Verbesserung der Verkehrssicherheit, der Infrastruktur sowie der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die Maßnahme umfasste die vollständige Erneuerung der Fahrbahn, der Geh- und Radwege sowie der Beleuchtungsanlage. Zudem wurden alle Einmündungen und Grundstückszufahrten angepasst und die Entwässerung der Fahrbahn und Nebenanlagen neu gestaltet. Die Straße wurde in drei Bauabschnitten grundhaft ausgebaut. Im südlichen Bereich entstand eine beidseitige Erschließung mit getrennt geführten Geh- und Radwegen. Der mittlere Abschnitt erhielt eine neue Fahrbahn mit einem einseitigen Gehweg. Im nördlichen Abschnitt wurden beidseitig neue Geh- und Radwege sowie eine neue Fahrbahn angelegt. Insgesamt wurde besonderes Augenmerk auf die sichere Querung der Straße für alle Verkehrsteilnehmenden gelegt.
Der Ausbau dient auch der Verbesserung der Wohnqualität, der Minderung der Erschütterungen und der Lärmbelastung sowie der Ertüchtigung der Oberflächenentwässerung. Es wurden Sicherheitsdefizite und bauliche Mängel beseitigt und die Attraktivität des Straßenraumes deutlich gesteigert. Durch den Neubau der Entwässerungsanlagen und der erforderlichen Reinigung mittels einer Sedimentationsanlage bzw. einer belebten Bodenschicht ist nun sichergestellt, dass das Regenwasser unbelastet in das Grundwasser eingeleitet wird.
Im Zuge der Maßnahme mussten 13 Straßenbäume gefällt werden. Die entsprechenden Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen erfolgen im Frühjahr 2026 im Bereich der Pestalozzistraße. Darüber hinaus wurden auf einer Fläche von 3.395 Quadratmetern externe Kompensationsmaßnahmen umgesetzt, unter anderem in Zusammenarbeit mit der Grünen Liga Brandenburg GmbH im Landkreis Havelland.
Die Ausführung der Straßenbauarbeiten erfolgte durch die Firma Strabag AG. Die Erneuerung der Beleuchtungsanlage sowie der Geh- und Radwege übernahm die SAB Steinmetz Anlagen-Bau GmbH. Beide Unternehmen wurden im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens beauftragt. Für die Planungen zeichneten die Ingenieurgemeinschaft WTU GmbH aus Bad Liebenwerda für die Verkehrsanlagen und das Ingenieurbüro Hirsch aus Neuruppin für die Beleuchtung verantwortlich. Die Bauüberwachung lag in den kompetenten Händen der IWA aus Falkensee.
Der Ausbau der Pestalozzistraße wurde am 29. März 2023 von der SVV beschlossen. Dafür war es erforderlich den Bebauungsplan F 72 „Calvin-/Pestalozzistraße“ zu überarbeiten. In dem Änderungsverfahren mussten viele Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Havelland und der Unteren Forstbehörde des Landesbetriebs Forst Brandenburg durch die Stadt Falkensee erfüllt werden. Im Mai 2024 wurde der B-Plan rechtskräftig und das öffentliche Ausschreibungsverfahren konnte erfolgen.
Die Stadt Falkensee dankt allen Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis während der Bauzeit.
FAKTEN
Baustart: 11. November 2024
Bauende: 16. Dezember 2025
Baulänge: ca. 1,06 Kilometer
Aufbau in 3 Abschnitte unterteilt, je nach angrenzender Bebauung
1. Teilabschnitt - beidseitig Radweg - 2 Meter breit, beidseitig Gehweg (1,80 Meter)
2. Teilabschnitt - beidseitig Radweg - 2 Meter breit, einseitig Gehweg (1,80 Meter, teilweise 2,50 Meter breit)
3. Teilabschnitt - beidseitig Fahrradschutzstreifen, einseitig Gehweg (1,80 Meter)
Was wurde noch gemacht?
Herstellung von zwei Bushaltestellen mit Fahrgastunterstand
Herstellung von Fahrbahnteilern und Mittelinseln
Ausbau des Knotenpunktes Pestalozzistraße/Fröbelstraße
Anbindung und Ausbau der Teilstrecke des Mauerweges (Geh- und Radverkehr)
Herstellen einer ausreichenden Straßenentwässerung über diverse Mulden und Rigolen
gesamte Erneuerung der Straßenbeleuchtung
Herstellung und Erneuerung sämtlicher Anwohnerzuwegungen
Offene Restleistungen
140 Neupflanzungen entlang gesamter Straße im 1. Quartal 2026
Fahrbahnmarkierungen (voraussichtlich April 2026)
Gesamtkosten
ca. 4 Mio. Euro
o davon Straßenbau ca. 3,4 Millionen Euro
o und Straßenbeleuchtung ca. 0,36 Millionen Euro
o zusätzliche Kosten, zum Beispiel durch Planung, Ausgleichmaßnahmen, Sondermüll (Entsorgung pechhaltige Stoffe)
Bild zur Meldung: Gemeinsam schnitten beteiligte Firmen und Stadtvertreter symbolisch das Falkensee-Band zur Verkehrsfreigabe der Pestalozzistraße durch.




