Link verschicken   Drucken
 

Starkes Ost-West-Gefälle mit Stagnation im Westhavelland - IHK-Studie legt Studie zum "Wirtschaftsprofil und Gewerbeflächengutachten – Havelland 2025" vor

Falkensee, den 26. 03. 2018

Ein deutlich wahrnehmbares Ost-West-Gefälle mit einem „brummenden“ berlinnahen Raum, Flächenmangel von Falkensee bis Wustermark, aber Stagnation im Westhavelland: Der Landkreis Havelland zeigt stark unterschiedliche Entwicklungen innerhalb der Fläche. Das positive Bevölkerungs- und Beschäftigtenwachstum sowie die Vermarktung von Gewerbeflächen konzentrieren sich auf den berlinnahen Osten des Landkreises. Das ist das Ergebnis der erstmals erstellten Studie Wirtschaftsprofil und Gewerbeflächengutachten - Havelland 2025“ (PDF), die die Industrie- und Handelskammer Potsdam am 8. März 2018 vorgestellt hat.

 

Insgesamt weist der Landkreis Havelland positive Trends auf. Dennoch haben wir strukturelle Schwächen ausgemacht. Auffällig sind zum Beispiel eine unterdurchschnittliche Akademiker-Quote bei den Beschäftigten sowie die geringe Exportquote und Produktivität in der Industrie. Der Beschäftigtenzuwachs beruht zu einem großen Teil auf dem Aufschwung in der Logistik.

 

Trotz der allgemein guten Versorgung mit Gewerbeflächen gebe es heute schon einige Kommunen und Standorte – von Falkensee bis Nauen - mit Flächenengpässen. Um hier die positive Entwicklung nicht zu behindern, müssten bald neue Flächen entwickelt oder mobilisiert werden.

 

Basierend auf den Untersuchungsergebnissen werden nun von der IHK Potsdam beispielhafte Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Landkreises Havelland vorgeschlagen. Dazu gehören der Ausbau der Funktion als logistische Drehscheibe im westlichen Umland von Berlin sowie die Prüfung von Ansiedlungspotenzialen entlang der Wertschöpfungsketten in den Bereichen Kunststofffaserindustrie und Recyclingwirtschaft. Wichtig sei auch die Förderung von Innovationen im industriellen Mittelstand, die Entwicklung einer Ansiedlungsstrategie mit einer stärkeren Wirtschaftsförderung sowie die Entwicklung von Exportinitiativen für den Mittelstand. Nicht zuletzt müsse die Flächenmobilisierung in den Kommunen des Osthavellandes vorangetrieben und endlich ein Masterplan für Logistikflächen erarbeitet werden.

 

Erstellt wurde die Studie im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Potsdam vom Hamburger Beratungsinstitut Georg Consulting Immobilienwirtschaft | Regionalökonomie.

 

 

Foto: Erstellt wurde die Studie im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Potsdam vom Hamburger Beratungsinstitut Georg Consulting Immobilienwirtschaft | Regionalökonomie.