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Vielseitiges Engagement in Falkensee geehrt - Bürgerpreise 2014 wurden vergeben

Falkensee, den 10.11.2014

Engagement, Herzblut, Hingabe – die Verleihung des Falkenseer Bürgerpreises 2014 am Freitag, 7. November 2014, zeigte wieder einmal eindrucksvoll, wie vielfältig und mit wie viel Elan sich Menschen für andere Menschen in dieser Stadt einsetzen. Bereits zum siebten Mal wurden in einer stimmungsvollen Feierstunde die Preise an fünf verdiente Falkenseerinnen und Falkenseer übergeben.

 

Die Stadt hatte bis zum 17. Oktober aufgerufen, Kandidaten für den Bürgerpreis zu benennen, die sich in besonderer Weise für das Leben in Falkensee engagiert haben – ob ehrenamtlich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen oder auch mit gewerblichen Initiativen zum Wohle der Stadt. Insgesamt erreichten 41 Zuschriften das Rathaus, aus denen 36 Nominierte hervorgingen. Die siebenköpfige Jury mit Bürgermeister Heiko Müller, Barbara Richstein (Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung), Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke, Museumsleiterin Gabriele Helbig, Pfarrer Olaf Schmidt, Marlies Schnaibel (MAZ-Lokalredakteurin) und Waldemar Schorr vom Kreissportbund hatte dann Ende Oktober die ehrenvolle, aber auch schwierige Aufgabe, die Preisträger 2014 auszuwählen. „Die Fülle und Vielfalt der Vorschläge hat die Auswahl wie immer schwer gemacht, letztlich hätte jeder Nominierte einen Preis verdient – denn wenn aus der Bürgerschaft so viele Nominierungen hervorgehen, haben alle schon gewonnen“, sagte Bürgermeister Heiko Müller.

 

Die Juroren stellten in der Feierstunde abwechselnd die Nominierten aus vielfältigen Bereichen des Falkenseer Lebens vor. Glücklich lächelnd erhielten sie ihre Urkunden und einen kleinen Blumengruß. Dann wurde es spannend, denn bei der Bürgerpreis-Verleihung wissen die Kandidaten und Gäste bis zum Schluss nicht, wer letztlich eine Auszeichnung erhalten wird. Gebannt lauschten sie den Worten von Bürgermeister Heiko Müller, der wie in jedem Jahr die Preisträger in einer geschickt formulierten Rede nach und nach nannte. So freuen sich nun Marianne Matho, Helga Matzke, Dietmar Fischer, Wolfgang Levin und Manfred Schulz über den Bürgerpreis 2014 der Stadt Falkensee.

 

Marianne Matho wurde mit dem Bürgerpreis für ihren Einsatz für Menschen mit einer geistigen Behinderung geehrt. Seit 1990 setzt sie sich unermüdlich für ihre Rechte und Interessen ein und arbeitete als Gründungsmitglied des Vereins Lebenshilfe jahrelang daran, deren Lebenssituation zu verbessern und ihre Selbständigkeit zu fördern.

Für ihre ehrenamtliche Arbeit im Beratungs- und Begegnungszentrum Falkensee und in der Nachbarschaftshilfe erhielt Helga Matzke den Bürgerpreis. Sie betreut u.a. fünf Gruppen für Menschen „60plus“ und Frauen nach einer Brustkrebserkrankung in einer Selbsthilfegruppe.

Handball-Urgestein Dietmar Fischer wurde für sein langjähriges Engagement als Trainer beim Handball-Sportverein Falkensee 04 geehrt. Speziell würdigte die Jury damit seine ehrenamtliche Arbeit mit Grundschülern der ersten bis vierten Klasse, die er für den Handball dauerhaft begeistern kann. Leider konnte Dietmar Fischer kurzfristig nicht zur Ehrung erscheinen und bekommt den Preis nachgereicht.

Wolfgang Levin erhielt den Preis für sein vielseitiges Engagement im Gemeindekirchenrat der Heilig-Geist-Kirchengemeinde, wo er u.a. maßgeblich den Bau des Pfarrhauses, Gemeindezentrums und neuen Glockenturms mitgestaltete.

Manfred Schulz ist in der Vorbereitungsgruppe „Stolpersteine Falkensee“ aktiv und erforscht außerdem die Heimatgeschichte der Stadt. Mit seinen interessanten und akribisch recherchierten Artikeln im Heimatjahrbuch der Stadt hält er die Geschichte Falkensees lebendig. Dafür wurde er mit dem Bürgerpreis geehrt.

Ausnahmsweise gab es in diesem Jahr einen Sonderpreis der Jury: Diesen erhielt Sigurd Syversen aus Norwegen, der damit für sein unermüdliches Engagement gegen das Vergessen der Greueltaten des Naziregimes ausgezeichnet wurde. Der 93-Jährige war vor 70 Jahren Kriegsgefangener im Falkenseer Außenlager des KZs Sachsenhausen. Trotz der grausamen Erfahrung besucht Sigurd Syversen seit vielen Jahren regelmäßig den Geschichtspark auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers, um Schülergruppen aus Oslo und Falkensee von seinen Erlebnissen zu berichten. Ihm ist es zu verdanken, dass die Gesamtschule „Immanuel Kant“ eine lebendige Schulpartnerschaft zu einer Osloer Schule unterhält. Leider konnte Sigurd Syversen nicht zur Verleihung kommen, wird den Preis aber beim nächsten Besuch in Falkensee überreicht bekommen.

 

Fotoserien zu der Meldung


Bilder von der diesjährigen Bürgerpreisverleihung (10.11.2014)