36. Brandenburgische Frauenwochen starten im März unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ - Gleichstellungsbeauftragte sammelt Beiträge für Falkenseer Veranstaltungsflyer
Zum 36. Mal finden im März 2026 die Brandenburgischen Frauenwochen statt. Unter dem diesjährigen Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ rücken sie gesellschaftliche Entwicklungen in den Fokus, die vielen Menschen Anlass geben, wütend zu sein – und diese Wut politisch ernst zu nehmen. Frauen und andere unterrepräsentierte Gruppen sind zunehmend Anfeindungen ausgesetzt, insbesondere im digitalen Raum. Gleichzeitig nimmt Gewalt in Beziehungen zu. Der Druck auf Frauen, vollzeitberufstätig zu sein, wächst, während Sorgearbeit nach wie vor überwiegend bei ihnen liegt. Hinzu kommen fehlende Betreuungsangebote für Kinder und pflegebedürftige Angehörige. Beratungsstellen sind chronisch unterfinanziert, einige mussten bereits schließen. Unterstützung für Betroffene von Gewalt und Diskriminierung fehlt vielerorts – auch flächendeckend im Land Brandenburg. In seiner Handreichung zu den Brandenburgischen Frauenwochen betont der Frauenpolitische Rat, dass Wut kein Selbstzweck sei. Sie könne vielmehr ein Motor für Veränderung sein, wenn Menschen erleben, wie Ungerechtigkeit, Gewalt und Missachtung ihren Alltag prägen.
Dass das diesjährige Motto zunächst Skepsis auslösen könne, räumt Juliane Wutta-Lutzmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Falkensee, ein. „Ich bin überzeugt, dass sich dennoch viele Menschen damit identifizieren können“, sagt sie. „Wenn Ungerechtigkeit und Diskriminierung uns nicht mehr wütend machen, wenn die Menschen gleichgültig werden, wenn es ihnen selbst oder anderen Menschen schlecht geht, dann haben wir als Gesellschaft ein Riesenproblem. Die Wut braucht Raum, damit sich Dinge verändern können. Das gilt insbesondere für Frauen und Mädchen, die von kleinauf eher zur Zurückhaltung angehalten werden.“
Im gesamten Monat März finden zahlreiche Veranstaltungen in den Kommunen Brandenburgs statt. Auch in Falkensee werden seit vielen Jahren Aktionen im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen organisiert und in einem gedruckten Flyer sowie online gebündelt vorgestellt. Ziel ist es, die Lebensrealitäten von Frauen und Mädchen sichtbar zu machen, den Austausch zu fördern und ein Zeichen für mehr Solidarität und Gerechtigkeit in der Gesellschaft zu setzen.
Wer eine Veranstaltung in Falkensee durchführen und diese im Flyer veröffentlichen möchte, kann diese gern bis zum 31. Januar 2026 an die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Juliane Wutta-Lutzmann, per E-Mail an oder telefonisch unter der Nummer 03322 281 119 melden.
Bild zur Meldung: Unser Bild zeigt das Banner miit dem diesjährigen Motto der Brandenburgischen Frauenwoche.



