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Vorsicht beim Einsatz von Mährobotern zum Schutz von Wildtieren

Mähroboter sind praktische Helfer bei der alltäglichen Gartenarbeit. Doch für viele Wildtiere, allen voran den Igeln, können die modernen Rasenroboter zur tödlichen Gefahr werden. Das Problem: Igel flüchten nicht, wenn Gefahr droht. Sie rollen sich zusammen – ein Schutzverhalten, das gegen Mähroboter allerdings keine Chance hat. Die Geräte werden daher durch Umwelt- und Tierschutzorganisationen zunehmend kritisch gesehen. Auch sind die Sensoren vieler Modelle bisher nicht sensibel genug, um Tiere zuverlässig zu erkennen und zu umfahren. Doch der Mähroboter muss keine ausweglose Falle für ein Wildtier werden: Sie können den Betrieb Ihres Gerätes tierfreundlich ausrichten und Vorkehrungen treffen: 

  • Setzen Sie den Mähroboter nur am Tag ein und kontrolleren Sie vorab gründlich, ob Tiere gefährdet sein könnten.

  • Ein höherer Schnitt ist für den Rasen und die Tierwelt vorteilhaft.

  • Schaffen Sie Rückzugsorte für die Wildtiere: Blühstreifen, Laubhaufen, wilde Ecken.

  • Gestalten Sie Ihren Garten naturnah! Das Mähen ist nicht jeden Tag notwendig. 

Die Stadt Falkensee bittet alle Bürgerinnen und Bürger, die Mähroboter nicht in den Abendstunden oder während der Nacht einzusetzen, sondern idealerweise tagsüber. Dadurch werden die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere im Garten geschützt. Auch tagsüber sollte vor der Nutzung von Mährobotern auf Tiere geachtet werden, die häufig an Hecken und Gebüschen schlafen. 

 

Gerade in Zeiten des Artenrückgangs ist der Schutz heimischer Wildtiere wichtig. Igel stehen unter besonderem Schutz und sind auf strukturreiche, naturnahe Gärten angewiesen. Der eingeschränkte und kontrollierte Betrieb von Mährobotern stellt einen effektiven Beitrag zum Artenschutz dar, von dem auch andere nachtaktive Tierarten, wie Mäuse oder Kröten, profitieren.

 


Wenn ein Igel Hilfe braucht 

Sollten Sie in Ihrem Garten einen verletzten Igel vorfinden, wenden Sie sich gern umgehend an die "Igelritter Havelland e.  V."! Sie stehen mit Rat und Tat unter der Notfallnummer 0176 77875565  zur Verfügung! 

 

 

Praktische Tipps und Hilfestellung geben die "Igelritter" über ihre Internetseite www.igelritter.de. Auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hält ausführliche Informationen unter https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/saeugetiere/00755.html bereit. 

 

 

Unser Bild zeigt einen Igel auf einer Wiese.
Die Igelritter und Bürgermeister Heiko Richter zeigen gemeinsam den Stadtflyer "Vorsicht beim Einsatz von Mährobotern" in die Kamera
 
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