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Falkenhagen

Vorschaubild

Ausgangspunkt unserer Stadtwanderung ist das Museum und Galerie Falkensee, Falkenhagener Straße 77. Es liegt im heutigen Wohngebiet und ehemaligen Dorf Falkenhagen. Besonders interessant ist die Baugeschichte des Museums. Denn das Fachwerkhaus hat im vorigen Jahrhundert in Berlin-Spandau neben der Klostermühle gestanden und musste einem Erweiterungsbau weichen. Das Fachwerk wurde auseinandergenommen und um 1901 nach Falkenhagen umgesetzt. 1985 wurde das Bauwerk in die Denkmalliste aufgenommen, zu dieser Zeit diente es als Wohnhaus. Nach dem Ankauf durch die Stadt und der Wiederherstellung im Originalbaustil wird es seit Herbst 1992 als Heimatmuseum genutzt. Im Obergeschoss hat die ständige Museumsausstellung ihren Platz gefunden - mit den Bereichen Ur- und Frühgeschichte, Tiere und Pflanzen des Havellandes, aber auch der Stadtgeschichte Falkensees. So begleiten Gedichte und Zitate aus Briefen der jüdischen Lyrikerin Gertrud Kolmar den Museumsbesucher. Das Erdgeschoss beherbergt neben der Galerie für Kunstausstellungen einen Raum für Wechsel- und Sonderausstellungen. Im wunderschön angelegten Museumsgarten steht ein über 200 Jahre alter Backofen, der mit selbstgebackenem Brot einmal im Jahr viele Gäste zum Backofenfest anzieht. 

 

Museum und Galerie Falkensee


(Museumsdepot)

 

Das Rathaus steht nur wenige Schritte entfernt an der Falkenhagener Straße in Richtung Osten. Das Hauptgebäude ist über 80 Jahre alt.  1918 erwarb die Gemeinde Falkenhagen die im Dorf liegende staatliche Oberförsterei und errichtete auf dem Grundstück das Amtsgebäude. Zu jener Zeit stand nur der heutige Ostflügel mit dem Erker. 1928 erweiterte die Gemeinde Falkensee das Rathaus um einen Anbau, wobei auch der Turm und der Rathaussaal entstanden. Die Baulichkeiten des Rathauses mussten wegen Platzmangel um jeweils ein Gebäude rechts und links des Hauptgebäudes erweitert werden und bilden durch Umbaumaßnahmen und einheitlichen Fassadenanstrich ein Ensemble am Falkenhagener Anger.

 

Rathaus Falkensee

(Rathaus Falkensee)
 

Rathaussaal

(Rathaussaal)

 

Der Falkenhagener Anger ist aufgrund seiner historischen Anlage und der Bedeutung für die Geschichte Falkensees ein städtebauliches Kleinod, das mit Hilfe einer Erhaltungssatzung geschützt wird. Dieser Dorfanger bildete das damalige Dorfzentrum. Noch heute ist mit der Freimuthstraße, gegenüber dem Rathaus, eine typische Dorfstraße mit Kopfsteinpflaster erhalten. Auf dem Grundstück Nr. 30 steht das wohl älteste Haus von Falkensee, erbaut 1807.  Es steht unter Denkmalschutz.

 

Falkenhagener Anger

(Falkenhagener Anger)

 

Interessant ist auch die Geschichte des Hauses Nr. 22. Es wurde 1898 von dem Gastwirt Otto Thiele errichtet und war einst eine beliebte Gaststätte mit dem Namen „Zum deutschen Kaiser".  Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich hier das Amtsgericht Falkensee mit Polizeiwache und Ortsgefängnis.

Linker Hand ist noch der ehemalige Dorfteich - auch Fennepfuhl genannt - erkennbar, der um 1910 ausreichend Wasser hatte, um mit dem Kahn auf ihm zu fahren. Heute bemüht sich ein Förderverein um die Sanierung des Teiches.

 

Bei dem jetzt in den Blick kommenden roten Backsteingebäude handelt es sich um das „Haus am Anger". Erbaut 1897, diente es als Gemeindeschule in Falkenhagen und beherbergt heute ein kreatives Jugend- und Freizeitzentrum. Es steht allen Kindern und Jugendlichen mit reichhaltigen Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung und wird durch die Stadt mit Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer kreativer Kinder- und Jugendarbeit betrieben.

 

Neben dem Haus am Anger steht die Falkenhagener Kirche. Über das Baujahr liegen keine Dokumente vor. Bekannt ist, dass sie 1675 durch einen Brand völlig vernichtet wurde. Fünf Jahre später konnte die noch heute bestehende Kirche feierlich eingeweiht werden. Erste Eintragungen im Kirchenbuch existieren ab dem Jahre 1707. Vorbei am Kriegerdenkmal, errichtet zu Ehren der gefallenen Falkenhagener Soldaten im Ersten Weltkrieg, gelangen wir über die Freimuthstraße auf die Falkenhagener Straße, die in die Spandauer Straße übergeht. Linker Hand erstreckt sich ein großes Feld, das sich bis zur Seedüne hinzieht und besonders im Sommer durch seine Wildblütenpracht sehr reizvoll aussieht.

 

Falkenhagener Kirche

(Falkenhagener Kirche)