For English visitors
 
normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten

 

      Stadtplan

 

 

 

 

Wirtschaftsregion Osthavelland

 

 

 

 

 

 

 

 

Brandenburg vernetzt

Claire Waldoff: "Ich will aber gerade vom Leben singen…" - Eine musikalische Biografie von & mit Sigrid Grajek

15.03.2020 um 16:00 Uhr

Am 22.Januar 1957 starb mit 72 Jahren in Bad Reichenhall eine Frau namens Claire Waldoff. Eigentlich hieß sie Klara Wortmann und war am 21.10.1884 in Gelsenkirchen als Tochter eines ehemaligen Bergmanns und seiner Gattin geboren. Sie wollte Ärztin werden.
Doch es kam anders, denn sie entdeckte ihre Liebe zum Theater, änderte ihren Namen und landete beim Kabarett in Berlin. Und dort schrieb sie Geschichte!
Von 1907 bis 1935 war sie der Star auf den Brettern der großen Kabaretts und Varietés, ihre Lieder wurden auf der Straße gesungen: „Hermann heeßt er!“, „ Wer schmeißt denn da mit Lehm“, „Raus mit den Männern aus dem Reichstag…“

Und sie war so ganz anders als die Chansonetten und Diseusen der Zeit!
Noch bevor das Zeitalter der „neuen Frau“ ausgerufen wurde, nahm sie sich alle Freiheiten, die ihr in den Sinn kamen. Sie rauchte Pfeife und Zigarre, liebte Nordhäuser Korn, fluchte wie ein Müllkutscher, lebte offen lesbisch mit ihrer  Lebensgefährtin zusammen und ihre Stimme war das, was man eine „echte Röhre“ nennt. Heinrich Zille zog mit ihr durch die berüchtigten Kneipen im Norden und Osten von Berlin.

Auf der Bühne stand sie mit Schlips und Kragen und hatte Ärger mit dem Zensor. Der fand, dass Frauen im Herrenanzug auf der Bühne nach 23 Uhr wegen Unsittlichkeit nichts zu suchen hätten. Weitaus unangenehmer waren im Faschismus die Auseinandersetzungen mit den Machthabern …

Sie hat wie keine andere den Ton getroffen, der die Menschen erreichte, weil sie „gerade vom Leben singen wollte“ - von den Sorgen und Nöten, Freuden und Verwicklungen, die das Leben mit sich bringt.

Sigrid Grajek erweckt zusammen mit ihrer Pianistin Claire Waldoff singend und spielend zu neuem Leben und lässt ihr Wirken vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte Revue passieren.

 

Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr.

 

Weitere Informationen werden noch veröffentlicht.

 

Reservierungen werden ab dem 6. Januar 2020 angenommen.

 
 

Veranstaltungsort

Kulturhaus „Johannes R. Becher" (Das Erdgeschoss ist barrierefrei erreichbar und verfügt über eine barrierefreie Toilette.)

Havelländer Weg 67
14612 Falkensee

Telefon (03322) 32 87
Telefax (03322) 1296523

E-Mail E-Mail:
fv-kulturhaus-jrbecher.de

 

Veranstalter

Förderverein Kulturhaus J. R. Becher e. V.

 

Fehlt eine Veranstaltung? [Hier melden!]