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Corona-Krise: Hilfe für betroffene Unternehmen


 

Stand: 5. Mai 2021

 

Verordnung des Landes Brandenburg und Allgemeinverfügung des Landkreises Havelland
Die aktuelle Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg, der geltende Bußgeldkatalog und die aktuellen Allgemeinverfügungen des Landkreises Havelland sind unter www.havelland.de/coronavirus zu finden.


Fragen zur Auslegung der Eindämmungsverordnung beantworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Falkensee in den Fachbereichen Ordnungsamt ( , 03322 281300), Gewerbe ( , 03322 281-194/195) und Wirtschaftsförderung ( , 03322 281-350/-351).

 


 

Ansprechpersonen in der Stadtverwaltung

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen auch Falkenseer Unternehmen. Ratsuchende Unternehmen können sich an den Fachbereich Wirtschaftsförderung wenden. Sie steht unter der E-Mailadresse und telefonisch unter 03322 281-350 und -351 für die Beantwortung von Fragen und Klärung von Problemen zur Verfügung.

 

Der Fachbereich Gewerbe ist weiterhin per E-Mail unter und telefonisch unter 03322 281-194/-196 erreichbar. Alle Anträge im Gewerbean-, um- und abmeldeverfahren sind online unter „Gewerbe“ auf den Formularseiten der Stadtverwaltung verfügbar. Anträge für Erlaubnisverfahren können telefonisch oder per E-Mail angefordert werden. Die ausgefüllten und unterschriebenen Formulare können zusammen mit einer Kopie des Ausweises per E-Mail oder postalisch an die Stadt Falkensee (Falkenhagener Straße 43/49, 14612 Falkensee) gesendet werden. Bitte geben Sie für eventuelle Rückfragen unbedingt Ihre Telefonnummer an.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind per E-Mail unter und telefonisch unter der Rufnummer 03322 281300 erreichbar.

 


 

Hotlines des Landkreises Havelland
Der Landkreis Havelland weitet sein telefonisches Hotline-Angebot im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aus. Neben der Hotline des Gesundheitsamtes, die für medizinische Fragen sowie Tests und Quarantäne erreichbar ist, gibt es je eine Hotline für allgemeine Fragen, unter anderem zu den geltenden Regelungen für das öffentliche Leben, sowie für Gewerbeangelegenheiten. Die Hotlines sind von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14.30 Uhr erreichbar. Außerhalb der angegebenen Zeiten können Anfragen zudem per E-Mail an gesendet werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.havelland.de/coronavirus.


Hotline für medizinische Frag (auch zu Tests und Quarantäne)
Telefon: 03385/551-7119


Hotline für allgemeine Fragen (zu den geltenden Regelungen für das öffentliche Leben)
Telefon: 03385/551-1906


Hotline für Gewerbeangelegenheiten
Telefon: 03321/403-5169

 


 

Umfassende Information von der Industrie- und Handelskammer (IHK)

Die Industrie- und Handelskammer bietet auf ihrer Website aktuelle Informationen für Unternehmen zum Coronavirus. Wo gibt es aktuelle Informationen zur Corona-Krise? Was tun, wenn ein Mitarbeiter infiziert ist? Wie funktionieren Kurzarbeitergeld und die Soforthilfen für kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige? Erste Adresse für die Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Unternehmen stellen, ist die IHK.


Die für Falkensee zuständige IHK Potsdam ist unter folgender Hotline zu erreichen:
E-Mail:
Telefon: 0331 2786-115

 


 

Überblick und Informationen zu Corona-Unterstützungen durch die Investitionsband des Landes Brandenburg (ILB)
Auf ihrer Webseite hat die Investitionsband des Landes Brandenburg aktuelle Meldungen, einen Überblick über die Förderprogramme, weitere Hilfsmöglichkeiten und Hinweise und Tipps zusammengestellt.


Persönliche Beratung der ILB:
Telefon: 0331 - 2318 22 99
Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr

 


 

Kontakt- und Anlaufstelle für Unternehmen in der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB)
Die Wirtschaftsförderung Brandenburg unterstützt die Brandenburger Wirtschaft bei der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Dies reicht von der Beratung zu Hilfsprogrammen des Landes und des Bundes bis zur Beratung bei betriebswirtschaftlichen Schwierigkeiten, wie beispielsweise akuten Mitarbeiterbedarfen, unterbrochenen Lieferketten oder akuten technologischen Anforderungen für Prozessumstellungen. Die WFBB übernimmt hier die Rolle als Kontakt- und Anlaufstelle für die Brandenburger Wirtschaft ein.

 

Regionalcenter Nordwest-Brandenburg (Landkreise Havelland, Ostprignitz-Ruppiner, Prignitz)
Regionalcenterleiter
Reinhard Göhler
Telefon: 3391 – 775-211
Fax: 3391 – 512-923
E-Mail:

 


 

Corona-Hilfen der Bundesregierung
Auf der Internetseite des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie können sich Unternehmen, Solo-Selbständige und Freiberufler über aktuelle Entwicklungen zu den Unterstützungsangeboten informieren und sich einen Überblick über die verschiedenen Förderinstrumente verschaffen. Auch auf der der Seite der Bundesregierung werden Informationen zu den verschiedenen Wirtschaftshilfen in der Corona-Pandemie zusammengetragen und viele Fragen, unter anderem zur Antragsberechtigung, Höhe von finanziellen Hilfen und Antrags-/Auszahlungszeitpunkt beantwortet. 

 


 

Corona-November- und Dezemberhilfe – Die Antragsfrist für Neuanträge endete am 30. April 2021

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes unterstützte Unternehmen, Selbständige und Vereine, die von den Schließungen ab 2. November 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen waren. Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Seit Anfang März können Änderungsanträge gestellt und Kontoverbindungen korrigiert werden. Änderungsanträge können bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist bis zum 31. Juli 2021 möglich. Ein Änderungsantrag kann nur gestellt werden, wenn zuvor ein Erstantrag bereits bewilligt bzw. teilbewilligt wurde. Der Antrag richtet sich an diejenigen, die (nachträglich) eine Erhöhung des Förderbetrags beantragen oder eine Änderung ihrer Kontoverbindung mitteilen wollen.

 

 


 

Überbrückungshilfe II - Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 31. März 2021
Die Überbrückungshilfe II unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die von April bis August 2020 und im Förderzeitraum September bis Dezember 2020 hohe corona-bedingte Umsatzeinbußen hatten, bei der Deckung von Fixkosten im Förderzeitraum September bis Dezember 2020. Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden 40 Prozent, 60 Prozent oder 90 Prozent der Fixkosten erstattet, maximal 50.000 Euro pro Monat. Erstanträge für die Überbrückungshilfe II konnten bis 31. März 2021 gestellt werden. Seit dem 24. Februar 2021 bis einschließlich 31. Mai 2021 können Änderungsanträge gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist bis zum 30. Juni 2021 möglich. Ein Änderungsantrag kann nur gestellt werden, wenn zuvor ein Erstantrag bereits bewilligt bzw. teilbewilligt wurde. Auf diesem Weg ist es beispielsweise möglich, zusätzliche förderfähige Kosten oder andere Informationen zu ergänzen, die voraussichtlich zu einer Erhöhung der Fördersumme führen werden.


Hinweis: Die Überbrückungshilfe II wird auf die November- bzw. Dezemberhilfe angerechnet.

 


 

Überbrückungshilfe III
Die Überbrückungshilfe III ist die dritte Förderphase des Bundesprogramms „Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“ und umfasst die Monate November 2020 bis Juni 2021. Die Förderung beantragen können Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler bis zu einem Jahresumsatz von 750 Millionen Euro im Jahr 2020 sowie Start-ups, die bis zum 31. Oktober 2021 gegründet wurden, gemeinnützige Unternehmen, kirchliche Unternehmen und Organisationen aus allen Branchen. Die Umsatzhöchstgrenze von 750 Millionen Euro entfällt für vom Lockdown betroffene Unternehmen. Voraussetzung sind corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Oktober 2020 gegründet wurden und in begründeten Fällen bei außergewöhnlichen betrieblichen Umständen, gelten besondere Vorschriften. Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst.


Erstattet werden können:

  • bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch

 

Der Antrag kann über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer bis 31. August 2021 gestellt werden. Änderungsanträge können seit 27. April eingereicht werden. Die Kosten werden bezuschusst.


Alle Infos zum Registrierungs- und Anmeldeverfahren für prüfende Dritte sind hier zu finden. 


Erläuterungen zu Änderungsanträgen bei Anträgen über prüfende Dritte

 

Zusätzlich zu den Fixkostenerstattungen ist ein Eigenkapitalzuschuss für Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Für besonders betroffene Branchen gelten zusätzliche Regelungen. 


Ausführliche Informationen zur Überbrückungshilfe III sind hier zu erhalten.


FAQ zur „Corona-Überbrückungshilfe III“

 

Hinweis: Kann die Überbrückungshilfe III beantragt werden, wenn man vorher schon andere Hilfen erhalten hatte?
Ja. Leistungen aus der Überbrückungshilfe II für November und Dezember 2020 werden angerechnet. Unternehmen, die November-/Dezemberhilfe erhalten, können aber für die Monate November bzw. Dezember keine Hilfe über die Überbrückungshilfe III beantragen. Unternehmen und Soloselbständige, die bereits einen Antrag auf Neustarthilfe gestellt haben, können keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III stellen. Sie erhalten aber ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung.
 


 

Neustarthilfe

Mit der Neustarthilfe unterstützt werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z. B. der Grundsicherung, ausgezahlt und auch nicht auf diese angerechnet. Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, d. h. die Hälfte des Jahresumsatzes 2019. Davon werden einmalig 50 Prozent als Neustarthilfe ausgezahlt – maximal bis 7.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und maximal 30.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften.


Sind die Antragsvoraussetzungen erfüllt, wird die Neustarthilfe zunächst als Vorschuss ausgezahlt. Erst nach Ablauf des Förderzeitraums, also ab Juli 2021, wird die Höhe der Neustarthilfe genau berechnet – und zwar auf Grundlage des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Januar bis Juni 2021. Diese Endabrechnung muss bis zum 31. Dezember 2021 erstellt werden. Die Soloselbständigen bzw. die Kapitalgesellschaften können den Vorschuss in voller Höhe behalten, wenn sie Umsatzeinbußen von über 60 Prozent hatten.


Der sechsmonatige Förderzeitraum der Neustarthilfe (Januar bis Juni 2021) überschneidet sich nicht mit dem der Überbrückungshilfe II (September bis Dezember 2020) oder der November- oder Dezemberhilfe (November bzw. Dezember 2020). Die Neustarthilfe kann somit zusätzlich zu diesen Hilfen beantragt werden.


Dagegen kann die Neustarthilfe nicht beantragt werden, wenn Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird - und umgekehrt. Die Antragstellenden müssen sich also bei ihrem Antrag zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III entscheiden. 


Bei der Antragsstellung, Berechnung und Zahlung gelten unterschiedlichen Kriterien für folgende Gruppen:

  1. Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften
  2. Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften),
  3. Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften) sowie
  4. Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

 

Informationen zu den einzelnen Gruppen, der Antragsstellung usw. sind hier zu finden.


Fragen und Antworten zur Neustarthilfe sind hier zu erhalten. 

 

Anträge können einmalig bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

 


 

Härtefallhilfen

Die Härtefallhilfen sollen es den Ländern ermöglichen, diejenigen Unternehmen zu unterstützen, die aufgrund von speziellen Fallkonstellationen unter den bestehenden umfassenden Hilfsprogrammen von Bund und Ländern nicht berücksichtigt sind, deren wirtschaftliche Existenz aber infolge der Corona-Pandemie bedroht wird.

 

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen und Selbstständige, die eine corona-bedingte erhebliche finanzielle Härte erlitten haben. Eine corona-bedingte erhebliche finanzielle Härte liegt insbesondere vor, wenn Unternehmen außerordentliche Belastungen zu tragen haben, die absehbar ihre wirtschaftliche Existenz bedrohen. Die Entscheidung, ob eine solche Härte vorliegt, treffen die Länder in einer Regie unter Billigkeitsgesichtspunkten. Es können mit der Härtefallhilfe solche Härten abgemildert werden, die im Zeitraum 1. März 2020 bis 30. Juni 2021 entstanden sind.


Härtefallhilfen sind wie die Überbrückungshilfen grundsätzlich durch prüfende Dritte (Steuerberater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer) zu beantragen. Die Härtefallhilfen werden beim jeweiligen Land beantragt. Die dafür zuständige Stelle wird von dem jeweiligen Land bekanntgegeben.


Informationen zu den Härtefallhilfen sind auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums zu finden.

 


 

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht – bis 30. April 2021

Um die Folgen der Coronvirus-Pandemie für Unternehmen abzumildern galt vom 1. Januar bis 30. April 2021 unter bestimmten Voraussetzungen eine Insolvenzaussetzung. 


Weiterführende Informationen und Regelungen zum Thema Aussetzung der Insolvenzpflicht sind auf der Internetseite des BMVJ als auch auf der Webseite der Bundesregierung zu finden.
 


 

Informationen zum Kurzarbeitergeld
Bundesregierung und Gesetzgeber haben Sonderregelungen und Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen. Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal zu 50 Prozent oder 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von Kurzarbeitergeld ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2021 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.

 

Wichtig: Betriebe müssen Kurzarbeit vorher bei der Arbeitsagentur anzeigen. Erst danach können Sie dieses beantragen!


Diese und weitere wichtige Informationen finden Sie auch auf der Seite Corona-Krise: Kurzarbeitergeld für Unternehmen.

 

Arbeitgeber-Service
Telefon: 0800 4 5555 20 (gebührenfrei)
Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr

 


 

Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Um Unternehmen in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat dazu mit den obersten Landesfinanzbehörden eine Reihe konkreter steuerlicher Erleichterungen abgestimmt. Demnach werden die bis zum 31. Dezember 2020 geltenden Regelungen zur Zahlungserleichterung in Form von Stundungen und Vollstreckungsaufschüben verlängert. Unternehmen, die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffen sind, können bis zum 31. März 2021 bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Stundung stellen. In diesen Fällen werden die Finanzämter keine Stundungszinsen erheben. Auch kann bei unmittelbar Betroffenen einstweilig von Vollstreckungsmaßnahmen abgesehen werden. Säumniszuschläge können hier erlassen werden. Zudem wird die vereinfachte Herabsetzung von Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 2021 fortgeführt. Weiterhin haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, die am 28. Februar 2021 endende Steuererklärungsfrist für das Kalenderjahr 2019 bis zum 31. März 2021 zu verlängern. Bürgerinnen und Bürger, die ihre Steuererklärungen von Angehörigen der steuerberatenden Berufe erstellen lassen, haben somit einen Monat mehr Zeit, ihre Jahressteuererklärung 2019 beim Finanzamt einzureichen.

 

Weitere Informationen und einen Überblick über die verschiedenen steuerlichen Erleichterungen finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.

 


 

KfW-Schnellkredit 2020
Unternehmen, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind, können bei ihrer Bank oder Sparkassen den KfW-Schnellkredit 2020 bis zum 31. Dezember 2021 abschließen – oder weiterhin einen der bestehenden Kredite zur KfW-Corona-Hilfe. Der Kredit kann für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) verwendet werden und ist zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht die Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

 


 

Leistungen nach dem SGB II (vereinfachte Antragstellung bis zum 31.12.2021)

Bezieher von Kurzarbeitergeld (60 bzw. 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens), Bezieher von Arbeitslosengeld I (nach einer Entlassung aus einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis) und Einzelunternehmer, welche aufgrund nicht vorhandener Versicherungsleistungen von Arbeitslosengeld I die Bedarfe des täglichen Lebens nicht mehr abdecken können, können bei dem für sie zuständigen Jobcenter SGB II-Leistungen ergänzende bzw. aufstockend beantragen.


Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinunternehmer erhalten Leistungen der Grundsicherung über das Jahresende hinaus nach einem vereinfachten Verfahren. Die Regelungen zum vereinfachten Zugang zu den Grundsicherungssystemen werden bis zum 31.12.2021 verlängert. Mit dem erleichterten Zugang zur Grundsicherung ist u. a. die Vermögensprüfung für sechs Monate ab Bewilligung grundsätzlich ausgesetzt und die Wohn- und Heizkosten werden voll anerkannt. Ebenfalls verlängert wurden verbesserte Corona-Hilfen für soziale Dienstleister. So sollen die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für die Bürgerinnen und Bürger abgefedert werden.


Hinweise zur Erreichbarkeit der Jobcenter des Landkreises Havelland für ein erstes Gespräch zur Antragstellung auf SGB II-Leistungen sind unter https://www.jobcenter-havelland.de/ zu finden. Weitere Informationen zur Neuregelung in der Grundsicherung können dem Presseartikel auf der Internetseite des Landkreises entnommen werden.

 

Die Service-Hotline der Bundesagentur für Arbeit informiert Selbstständige sowie Künstlerinnen und Künstler. Rufen Sie an, wenn Sie finanzielle Hilfen zur Sicherung Ihres Lebensunterhalts benötigen und/oder Informationen zu Hilfsprogrammen des Bundes und der Länder suchen.

 

Hotline: 0800 4 555521 (gebührenfrei), Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr

 


 

Link

Häufig gestellte Fragen von Unternehmen und ihre Beschäftigten, Solo-Unternehmern sowie Freiberuflern

Antworten auf häufig gestellte Fragen von Unternehmen und ihre Beschäftigten, Solo-Unternehmern sowie Freiberuflern hält das Ministerium für Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg (MWAE) auf seiner Website bereit.

Link Gesundheitsfragen zu Corona

Das Gesundheitsamt des Landkreises Havelland hat für Fragen zum Coronavirus eine Hotline eingerichtet, die montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 03385 5517119 zu erreichen ist. Außerhalb der angegebenen Zeiten können Anfragen zudem per E-Mail an gesendet werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Landkreises Havelland.

 

 
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