Landkreis Havelland: Die „Gelbe Tonne“ kommt ins Havelland - Verteilung beginnt am 4. Oktober

Falkensee, den 29. 09. 2022

 

Im Landkreis Havelland wird die Sammlung von Leichtverpackungen (LVP) neu organisiert. Das bedeutet, dass der „Gelbe Sack“ ab 1. Januar 2023 nach 30 Jahren von der „Gelben Tonne“ abgelöst wird. Der Kreistag hat diese Entscheidung vor rund eineinhalb Jahren mit dem Ziel getroffen, durch die Sammlung von Leichtverpackungen mit der „Gelben Tonne“ ein sauberes Bild in den Städten und Kommunen des Landkreises zu schaffen. Die festen Behälter haben den Vorteil, dass Verpackungsabfälle darin leichter und sicherer gesammelt werden können und vor Tierfraß geschützt sind. Darüber hinaus ist die wiederverwendbare „Gelbe Tonne“ umweltfreundlicher als die nur einmal nutzbaren Plastiksäcke. Die Einsammlung und Verwertung von Verpackungen organisieren bundesweit die privatwirtschaftlich aufgestellten „Dualen Systeme“. Nach einer europaweiten Ausschreibung konnte die Firma HAW GmbH den Auftrag zur 4-wöchentlichen Sammlung der Leichtverpackungen im Kreisgebiet gewinnen und ist nun auch mit der Einführung der „Gelben Tonne“ beauftragt, die im Übrigen nicht gelb sind, sondern schwarz und einen gelben Deckel haben. Das von der HAW GmbH beauftragte Unternehmen C-trace beginnt am 4. Oktober mit der Verteilung der rund 68.000 Tonnen im Havelland – von Westen nach Osten. Bis Ende Dezember soll die Verteilung abgeschlossen sein.

 

Wichtige Fragen und Antworten

Was kostet die Gelbe Tonne?

Die Aufstellung und Nutzung der Gelben Tonne ist kostenlos. Die Finanzierung der Sammlung von Leichtverpackungen erfolgt über den Kauf von Produkten. Es werden keine Abfallgebühren für die Erfassung und Verwertung von Verpackungen erhoben.

 

Welche Gelben Tonnen werden für Privathaushalte aufgestellt?
Die Haushalte werden mit einer 240 Liter fassenden Gelben Tonne ausgestattet. Dies entspricht einem Volumen von vier bis sechs Gelben Säcken. Ausnahmen gibt es in Großwohnanlagen mit mehr als 20 gemeldeten Einwohnerinnen und Einwohnern. Hier werden in der Regel 1.100 Liter Behälter verwendet.

 

Wie bekomme ich die Gelbe Tonne?
Die Gelbe Tonne muss nicht extra beantragt werden. Die Behälteraufstellung für Privathaushalte erfolgt automatisch und Sie müssen sich um nichts kümmern.

 

Wie erkennen Sie, dass die ausgelieferte Tonne Ihre ist?
An den Tonnen werden seitlich am Behälter Barcode-Etiketten mit Adressen (Grundstücksnummer Straße/Hausnummer/PLZ/Ort) angebracht.

 

Wie häufig werden die „Gelben Tonnen“ geleert?
Die Gelben Tonnen werden ab Januar 2023 alle vier Wochen geleert. Erfahrungsgemäß reicht das Volumen zur Entsorgung der Verkaufsverpackungen aus. Sobald die „Gelben Tonnen“ ausgestellt sind, werden diese auch entleert.

 

Was gehört in die „Gelbe Tonne“?
In die Gelbe Tonne gehören ausschließlich gebrauchte und leere Verkaufsverpackungen, die nicht aus Papier, Karton, Pappe oder Glas sind. Die Branche spricht von sogenannten Leichtverpackungen, also alles, was aus Kunststoff, Metall, Verbundstoffen und Naturmaterialien besteht und ein Produkt schützt. Die Verpackungen sollen restentleert, müssen aber nicht gespült sein.

 

Was zählt zu den Leichtverpackungen?
Dazu zählen z. B. Plastikbecher für Sahne, Joghurt, Margarine, Frischkäse, Quark, Milch- und Getränketüten (Tetra Packs), Flaschen aus Kunststoff, z.B. für Spülmittel, Körperpflegemittel, Waschmittel, Netze von Zitrusfrüchten, Kartoffeln, Zwiebeln, Styroporformteile (z. B. Verpackungsmaterial von Elektrogeräten), Getränke- und Konservendosen, leere Farb- und Spraydosen und Pflanztöpfe.

 
 
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