Fragen und Antworten zu Hilfeleistungen und Flüchtlingen aus der Ukraine

Falkensee, den 18. 05. 2022

Seit dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine am 24. Februar 2022 sind die Menschen dort in größter Not und viele von ihnen auf der Flucht. In Falkensee ist - wie in ganz Deutschland - eine große Welle der Solidarität entstanden. Viele Falkenseerinnen und Falkenseer bieten ihre Unterstützung an, beteiligen sich an Spenden oder haben bereits Flüchtlinge aufgenommen. Die Stadtverwaltung Falkensee hat FAQ zur Flüchtlingsthematik zusammengestellt und informiert über aktuelle Themen, Angebote und Kontakte. Häufig gestellte Fragen, die die Stadtverwaltung erreichen, werden hier erfasst und um die entsprechenden Informationen ergänzt.  Bitte beachten Sie, dass die Situation sehr dynamisch ist. Die FAQ-Seite unterliegt deshalb einer ständigen Aktualisierung. Allerdings kann die Stadtverwaltung nicht garantieren, dass immer der aktuelle Stand abgebildet ist. Wer Fragen hat, kann sich zunächst als erste Anlaufstelle an das Infoteam im Bürgeramt der Stadt Falkensee wenden. Das Infoteam ist Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr telefonisch unter der Rufnummer 03322 281115 und per E-Mail unter information@falkensee.de erreichbar.

 

Erstmeldestelle für geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Falkensee

Ab Montag, 21. März 2022 können geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die sich derzeit im Havelland aufhalten, in einer kurzfristig eingerichteten Außenstelle der havelländischen Ausländerbehörde in Falkensee die Erstmeldung vornehmen und dort auch gleich Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragen. Die Erstmeldung in den Räumlichkeiten des Jobcenters Falkensee in der Bahnstraße 8 bis 12 kann dort dienstags und donnerstags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vorgenommen werden. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen hat der Landkreis auf seiner Internetseite unter www.havelland.de/ukrainehilfe zusammengestellt.

 

Online-Dienst unterstützt Anmeldeverfahren für ukrainische Geflüchtete

Ein Online-Dienst, den das Ministerium des Inneren und für Kommunales im Land Brandenburg zur Verfügung stellt, ermöglicht jetzt die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes. Auch für den Erstkontakt mit der Ausländerbehörde kann der Online-Dienst genutzt werden, der in den Sprachen Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch unter der Internetadresse www.germany4ukraine.de zentral eingebunden ist. Der Online-Dienst ersetzt nicht die Vorsprache in der Ausländerbehörde oder Erstaufnahmeeinrichtung sowie die biometrische Registrierung, unterstützt aber den gesamten Prozess der Beantragung des Aufenthaltstitels.

 

Indem Geflüchtete online ihre Daten für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis übermitteln, wird der ungesteuerte Zugang zu den Ausländerbehörden minimiert und die Dauer von Vor-Ort-Kontakten verkürzt. Bei Personen, die bereits registriert wurden, ist über den Online-Dienst ein unmittelbarer Einstieg in die Antragsbearbeitung möglich. Für nicht-registrierte Personen ermöglicht er die Grunddatenerfassung, auf der das weitere Registrierungsverfahren aufbaut. Nutzen können den Online-Dienst Personen, die im zeitlichen Zusammenhang mit der militärischen Invasion der russischen Streitkräfte am 24. Februar 2022 aus der Ukraine vertrieben wurden, sowie ukrainische Staatsangehörige, die sich seit längerem in Deutschland rechtmäßig aufhalten und aufgrund des Krieges nicht in die Ukraine zurückkehren können.

 

Ukraine-Hotline Havelland

Telefon: 03385 5514608

Montag bis Donnerstag von 8 bis 14 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr

 

Private Unterkünfte

Wer eine private Unterkunft anbieten möchte, wendet sich bitte über die E-Mail-Adresse ukrainehilfe@havelland.de direkt an den Landkreis Havelland. Die Landkreisverwaltung bittet möglichst konkret zu vermerken, wie lange die Unterkünfte zur Verfügung stehen und wie viele Personen (Familien, Einzelreisende) aufgenommen werden können.

 

Willkommenscafé „Ukraine“

  • 14-tägig jeweils Sonntag von 15 bis 17 Uhr im ASB Mehrgenerationenhaus Falkensee

Das Willkommenscafé im ASB Mehrgenerationenhaus Falkensee, Ruppiner Straße 15, richtet sich an geflüchtete Menschen aus der Ukraine, an Menschen, die Geflüchtete aufgenommen haben oder sich über eine Aufnahme informieren möchten. Das Ganze geschieht momentan privat und spontan und ist mit vielen Fragen verbunden. Viele der Aufgenommenen sind zwar in Sicherheit, aber vollkommen isoliert, oftmals kommen Sprachbarrieren hinzu. Um diese Menschen zu unterstützen, organisiert der Seniorenbeirat in Kooperation mit der Initiative „Willkommen in Falkensee“ und dem ASB im Mehrgenerationenhaus mit dem Willkommenscafé eine Plattform, auf der man sich informieren, Erfahrungen austauschen, Netzwerke knüpfen und Halt finden kann. Speisen und Getränke dürfen gerne mitgebracht werden. Besuchende werden gebeten, sich freiwillig an die 3-G-Regeln zu halten und die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zu beachten. 

 

Eltern-Kind-Gruppe „Ukraine“ jeden Donnerstag von 10 bis 13 Uhr

Ab sofort lädt die ASB Eltern-Kind-Gruppe im Mehrgenerationenhaus jeden Donnerstag von 10 bis 13 Uhr alle ukrainischen Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren in die Ruppiner Straße 15 in Falkensee ein. Die Räume befinden sich im Souterrain des ASB Mehrgenerationenhauses, der Eingang befindet sich an der linken Seite. Es gelten die üblichen Corona-Bestimmungen (3G und Maskenpflicht in den Räumen), Ungeimpfte bringen bitte einen offiziell bestätigten negativen Corona-Test. Rückfragen sind unter der Rufnummer 03322 28 44 91.

 

FAQ

Für alle weiteren Fragen empfehlen wir den Blick in unsere FAQ.

 

„Das Leid der vielen Menschen, die vom Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine betroffen sind, macht mich fassungslos und traurig. Wir als Stadt Falkensee werden unseren Anteil an der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen leisten“, so Bürgermeister Heiko Müller, der sich bei den Falkenseerinnen und Falkenseern für die große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität bedankt.

 

Bild zur Meldung: Vor dem Falkenseer Rathaus zeugen zwei ukrainische Flaggen von der Solidarität und Unterstützung der Stadt Falkensee mit der Ukraine und ihren Bürgerinnen und Bürgern.

 
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