Bürgermeister fassungslos: Vandalismus im Geschichtspark

Falkensee, den 08.​02.​2025

Bei einem Kontrollgang durch den Geschichtspark Falkensee wurde festgestellt, dass die meisten Stelen im ehemaligen KZ-Außenlager von Sachsenhausen mutwillig beschädigt wurden - vermutlich mit einem Cuttermesser. Bürgermeister Heiko Richter ist fassungslos: "Es ist unglaublich, dass selbst an diesem Ort vor Zerstörung nicht Halt gemacht wird!" Die Stadt wird bei der Polizei Anzeige erstatten und prüft, ob der Staatsschutz eingeschaltet werden sollte. Angesichts des bevorstehenden Besuchs der französischen Delegation Amicale Sachsenhaus am 4. Mai 2025 will die Stadtverwaltung die beschädigten Stelen so schnell wie möglich ersetzen. "Wir hoffen, dass sich das kurzfristig umsetzen lässt", so Richter. 

 

Auf dem Gelände des Geschichtsparks Falkensee befand sich von 1943 bis 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Die Häftlinge stammten aus nahezu allen europäischen Ländern und arbeiteten vor allem in der deutschen Rüstungsindustrie. Sie erlitten großes Leid und ungezählte Menschen starben. Heute vermittelt der Geschichtspark mit einer Open-Air-Ausstellung zur Geschichte einen Eindruck des ehemaligen KZ-Außenlagers Falkensee und ist ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens. Der Geschichtspark an der Hamburger Straße in Falkensee ist ganzjährig geöffnet (frei zugängliches Parkgelände). Weitere Informationen erhalten Interessierte im Museum und Galerie Falkensee.

 

Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung vom Hitler-Faschismus findet am 8. Mai 2025 um 17 Uhr eine Führung durch den Geschichtspark statt. Treffpunkt ist an der Bushaltestelle, Zugang Hamburger Straße. Eine Veranstaltung des Museums Falkensee.


 

 

Bild zur Meldung: Unser Bild zeigt eine der beschädigten Stelen.