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Preisgekrönter Spielfilm "Mephisto" in der 8. Open-Air-Kinosommernacht

Falkensee, den 17.07.2018

Die Stadt Falkensee lädt am Samstag, 25. August um 20.30 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr) zur 8. Falkenseer Open-Air-Kinosommernacht auf die Festwiese im Gutspark ein. Gezeigt wird in diesem Jahr der Oscar-prämierte Spielfilm "Mephisto" von Regisseur István Szabó nach der literarischen Vorlage von Klaus Mann. In den Hauptrollen sind Klaus Maria Brandauer, Rolf Hoppe und Karin Boyd, die in ihrer Jugend in Falkensee lebte, zu sehen.

 

Sitzgelegenheiten sind vor Ort nur sehr begrenzt vorhanden. Alle Zuschauer können gerne selbst Stühle, Decken, etc. mitbringen. Die Zufahrt erfolgt über die Geschwister-Scholl-Straße, Parkplätze stehen in geringer Anzahl zur Verfügung. Für das leibliche Wohl der Kinofans wird gesorgt. Der Eintritt ist frei.

 

"Mephisto" – eine Geschichte über Moral und Macht
Mit der preisgekrönten Klaus-Mann-Verfilmung "Mephisto" gelang dem Regisseur István Szabó eines der großen Meisterwerke des europäischen Kinos. Die Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen, der sich im Berlin der 1930er Jahre gegen seine Ideale mit den Nationalsozialisten einlässt, um Karriere zu machen, ist eine klug inszenierte, herausragend gespielte Charakterstudie und zugleich eine komplexe Reflexion über Moral und Macht. Wie die Romanvorlage stellt der Film die Frage, wie Hitler und seine Vasallen so viele Unterstützer finden konnten – ohne am Ende aber einfache Antworten zu liefern.


Bei seiner Uraufführung in Cannes von Kritik und Publikum gefeiert, wurde "Mephisto" 1982 mit dem Oscar als "Bester ausländischer Film" ausgezeichnet und legte den Grundstein für Klaus Maria Brandauers internationale Filmkarriere. Mit dem Film erlangten auch zwei DDR-Schauspieler ihren internationalen Durchbruch: Rolf Hoppe in der Rolle des Generals und Karin Boyd als Darstellerin der Tänzerin Juliette Martens.

 

Karin Boyd in Falkensee
1953 in Berlin geboren und aufgewachsen, zog Karin Boyd in den 1960er Jahren mit Ihren Eltern nach Falkensee. Nach dem Ende der Schulzeit verließ sie Falkensee und absolvierte ein dreijähriges Fachstudium an der "Staatlichen Schauspielschule" Rostock (heute Hochschule für Musik und Theater). Nach Engagements an mehreren kleinen Bühnen kam sie 1973 ans Maxim-Gorki-Theater in Ost-Berlin, an dem sie zehn Jahre lang spielte. Daneben sah man sie auch in Film- und Fernsehrollen für die DEFA und das Fernsehen der DDR. Ihr Durchbruch als Schauspielerin gelang ihr 1981 mit dem Film Mephisto an der Seite von Klaus Maria Brandauer.


1983 verließ sie die DDR und zog gemeinsam mit ihrem Sohn nach Westdeutschland. Fortan spielte sie Theater, trat aber auch in Fernsehserien auf. Daneben moderierte sie in den 1990er Jahren diverse Fernsehformate. Bis heute arbeitet sie als freiberufliche Schauspielerin und Regisseurin.

 

Inhalt
Der Hamburger Schauspieler Hendrik Höfgen (Klaus Maria Brandauer) kommt in den 1920er Jahren nach Berlin ans Staatstheater. Er feiert große Erfolge und spielt schließlich sogar seine Traumrolle, den Mephisto in Goethes "Faust". Als die Nazis die Macht übernehmen, muss sich Höfgen entscheiden, ob er mit der Familie seiner Frau nach Paris ins Exil geht oder in Berlin bleibt, wo er als linker Schauspieler in Ungnade gefallen ist. Lotte Lindenthal, eine mittelmäßig begabte Schauspielerin und Freundin eines mächtigen Luftwaffengenerals, bringt ihm die Lösung: Als seine Partnerin lässt sie ihre Beziehungen spielen und öffnet ihm alle Türen zum Erfolg. Höfgen wird sogar "Generalintendant der Preußischen Staatstheater". Während er immer einsamer wird, versucht er, vom Regime Verfolgte am Theater zu halten. Bis er in Konflikt mit dem General (Rolf Hoppe) gerät...

(Quellen: Deutsche Kinemathek, Filmportal und Wikipedia).