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Gegen das Vergessen - Norwegische und Falkenseer Schüler gedenken gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus im Geschichtspark

Falkensee, den 27.09.2017

„Derjenige, der die Geschichte vergisst, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen“ - mit diesem warnenden Zitat des spanischen Philosophen George Santayana brachten Schülerinnen und Schüler aus Oslo die Bedeutung des Erinnerns zum Ausdruck, als sie Ende September zusammen mit Schülern der Falkenseer Kantschule die Gedenkstätte des ehemaligen KZ-Außenlagers Sachsenhausen im Geschichtspark Falkensee besuchten. Gemeinsam gedachten sie der Opfer des Zweiten Weltkrieges und vor allem den Frauen und Männern aus ganz Europa, die auf dem Falkenseer Gelände zwischen 1943 und 1945 unfassbares Leid erlitten haben.

 

Die Schülerinnen und Schüler legten Rosen nieder. Einen stimmungsvollen Rahmen für die Gedenkveranstaltung schaffte der Chor der Geschwister-Scholl-Grundschule. Bürgermeister Heiko Müller kam ebenfalls in den Geschichtspark, um die Schülerdelegation zu begrüßen und um der Opfer zu gedenken. In seiner Ansprache an die Schülerinnen und Schüler hob er die Bedeutung des historischen Ortes als wichtige Gedenkstätte, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland, hervor. „Dies hier ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Ort der Hoffnung. Denn die Gedenkstätte ist Treffpunkt für Menschen aus aller Welt, die sich hier zusammen erinnern, miteinander sprechen und diskutieren. Das brauchen wir gerade jetzt in Europa.“ Bei einem gemeinsamen Rundgang über das Gelände des ehemaligen KZ-Außenlagers vertieften alle Anwesenden ihre Gespräche.

 

Die Tradition des gemeinsamen Ehrens und Gedenkens ist vor einigen Jahren auf Initiative des im vergangenen Jahr verstorbenen Norwegers Sigurd Syversen entstanden, der während der Zeit des Nationalsozialismus selbst im damaligen Außenlager in Falkensee inhaftiert war. Um gegen das Vergessen des Leides durch das NS-Regime anzukämpfen, besuchte er mit norwegischen Schülergruppen der Stasjons Fjellet Skole die Gedenkstätte. Aus dem gemeinsamen Gedenken und zahlreichen Projekten ist zwischen der Kant-Gesamtschule und der Stasjons Fjellet Skole eine Schulpartnerschaft entstanden, die Schülergruppen in regelmäßigen Abständen nach Falkensee und Oslo führt. Für sein außerordentliche Engagement wurde Sigurd Syversen im Jahr 2014 mit dem „Bürgerpreis der Stadt Falkensee" ausgezeichnet.