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Standort für Asylbewerber-Unterkunft in Falkensee steht fest

Falkensee, den 30.01.2014

Landrat Dr. Burkhard Schröder und Bürgermeister Heiko Müller gaben gestern den Standort für eine Unterkunft für Asylbewerber in Falkensee bekannt. Bürgermeister Heiko Müller informierte am gleichen Abend die Falkenseer Stadtverordneten, die sich am Abend zu ihrer 49. Sitzung trafen und sich mit ihrem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen schon im Dezember 2013 für eine aktive Unterstützung des Landkreises Havelland bei der Aufnahme von Asylbewerbern aussprachen.

 

Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau auf einem sich im Eigentum des Landkreises Havelland befindlichen Grundstückes  zwischen der Kremmener Straße und der Bergstraße begonnen werden. Entstehen werden zwei miteinander verbundene stadtvillenartige Gebäude mit drei Geschossen und einem flachen Satteldach.  Fertiggestellt soll der Bau Anfang des II. Quartales 2015 sein, um dann 80 Asylbewerberinnen und -bewerber aufzunehmen. Die Kosten werden derzeit auf  rund 2 Millionen  grob geschätzt. Die Planung für den Neubau sind erst vergangene Woche beauftragt worden. Der Standortentscheidung vorangegangen waren mehrere Gespräche zwischen Landkreis und Stadt. Hierbei verständigte man sich, dass der Standort den Mindestanforderungen hinsichtlich Anbindung sowie aus sozialen und schulischen Blickwinkeln heraus entspricht. Bürgermeister Heiko Müller unterstützt die Grundstücksauswahl des Landkreises aus Sicht der Stadt Falkensee zu 100 %. „Wir sehen in der Umsetzung wenig bauliche Probleme“, so das Stadtoberhaupt. Sobald erste Planungen zu den Unterkünften vorliegen, werden diese in einer öffentlichen Sonderausschusssitzung vorgestellt. Jeder ist herzlich eingeladen, sich über den Planungsstand zu informieren. Man geht von Mai oder Juni als möglichem Termin für die öffentliche Sitzung aus.

 

Beim Landkreis Havelland liegt die Zuständigkeit für Unterkunft und Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Im vergangenen Jahr sollte der Landkreis 263 Kinder, Frauen und Männer aus unterschiedlichen Ländern aufnehmen. Tatsächlich aufnehmen musste der Landkreis nur 144 Asylbewerberinnen und –bewerber. Für dieses Jahr liegt das Aufnahmesoll bei 267 Bewerbern. Derzeit noch offen scheint, ob der Überhang vom Vorjahr (92 Bewerber) darin enthalten ist oder möglicherweise noch dazu kommt. Schon jetzt schließt Landrat Dr. Burkhard Schröder eine Notsituation für 2014 kategorisch aus. Es würden genügend Puffer vorhanden sein, so Schröder. Aktuell liegt der Bestand bei 253 Asylbewerbern, von denen 168 in Gemeinschaftsunterkünften und 85 in Wohnungen untergebracht sind, hauptsächlich in Rathenow und in Rhinow. Lediglich eine Familie ist seit dem vergangenen Jahr auch in Falkensee untergebracht. Unter den derzeitigen Asylbewerbern, die hauptsächlich aus Afrika, aber auch aus Tschetschenien, Afghanistan, Syrien und dem Irak kommen, befinden sich 40 Kinder.

Die Zahlen der im Landkreis untergebrachten Asylbewerber sind im Vergleich der letzten Jahre steigend. Waren es 2008 noch 94 Asylbewerber, liegt die Zahl in 2011 bereits bei 158 und im vergangenen Jahr bei 253.

 

Unser Bild zeigt Baudezernent Jürgen Goulbier (Landkreis Havelland), Landrat Dr. Burkhard Schröder, Bürgermeister Heiko Müller und Baudezernent Thomas Zylla (von links).